Befüllen des bokashi-Eimers

Unser bokashi-Eimer ist vorbereitet und wartet auf Küchenabfälle, die er mit Hilfe von Mikroorganismen fermentieren will.

Die erste Füllung naht.

Die Ausgangsmaterialien
Die Ausgangsmaterialien

Neben unserem bokashi-Eimer brauchen wir (natürlich) Küchenabfälle, EMa als Fermentationshilfe und einen Stampfer.

Was in 10 Tagen in der Küche so alles abfällt.
Was in 10 Tagen in der Küche so alles abfällt.

Die Holzkohle im Eimer befeuchte ich mit ca. 1-2 Schnapsgläsern [reines Augenmaß!] mit konzentriertem EMa.

Hierauf schütte ich die Küchenabfälle und stampfe sie im Eimer gut fest.

bokashi mag keine Luft! Stampfen verdichtet das Material.
bokashi mag keine Luft! Stampfen verdichtet das Material.

Anschließend folgt noch einmal ein Schluck EMa auf die gestampften Abfälle.

Mit einer Schicht Holzkohle bedecke ich das neue bokashi-Material.

Als krönender Abschluss: die Schicht Holzkohle
Als krönender Abschluss: die Schicht Holzkohle

Der mit Sand gefüllte Müllbeutel beschwert das Material und verdrängt die Luft. Ein Küchentuch unter dem Beutel verhindert, dass die Holzkohlestückchen am Beutel festkleben und bei der nächsten Befüllung herum krümeln.

Gewicht und Luftabschluss zugleich: ein sandgefüllter Müllbeutel
Gewicht und Luftabschluss zugleich: ein sandgefüllter Müllbeutel

Der bokshi-Eimer sollte nicht zu kühl gestellt werden, da sonst die Mikroorganismen quasi in den Winterschlaf fallen. bokashi mag es warm. Da wir in unserem Haus Fußbodenheizung haben, stelle ich den Eimer in meine Werkstatt (ca. 20 ° C).

Nach 7 – 10 Tagen hat sich der erste bokashi-Tee gesammelt. Zeit und Menge sind abhängig vom Feuchtegrad der Abfälle, der Menge der Holzkohle und des EMa sowie der Umgebungstemperatur. Der bokashi-Tee ist regelmäßig aus dem Spundloch des Eimers abzulassen, damit der bokashi nicht stinkt.

Ich lasse den bokashi nach der letzten Befüllung i.d.R. drei Wochen ruhen. Wenn kein neuer bokashi-Tee mehr austritt, ist die Fermentation abgeschlossen.

Der bokashi kann jetzt schon benutzt werden, er kann aber auch noch längere Zeit im Eimer stehen bleiben.

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Praktischer Sammelbehälter für Küchenabfälle

Der bokashi-Eimer darf nicht zu oft geöffnet werden. Der Luft-Sauerstoff stört die anaerobe Fermentierung. Küchenabfälle müssen daher „zwischengelagert“ werden. Wer will auch schon jede kleine Kartoffelschale extra in den Abstellraum bringen, wo der bokashi-Eimer steht?

Irgendwann habe ich meinen alten Kompost-Sammeleimer in der Küche ausgemustert. Er war inzwischen schäbig und unansehnlich geworden, der Deckel hatte sich verzogen und schloss nicht mehr richtig. Der alte hässliche Pott passte auch überhaupt nicht mehr in unsere schöne, neue Küche: also weg damit. [Weil es ein alter 5-lt-Farbeimer war, kam er ausgewaschen in den Gelben Sack – versteht sich!]

Unsere neue Küche hat unter dem Spülbecken so ein tolles Müll-Trennfach mit verschieden großen rechteckigen Behältnissen. Ein normaler, runder Eimer fügte sich logischerweise nicht gut in den noch freien Stauraum zwischen die eckigen Behälter. Meine Frau fand beim Einkaufen im Supermarkt einen 3-lt-Waschmittelbehälter der Fa. Rotho, der wie angegossen zwischen die anderen Behälter passt. Der Behälter hat einen Klappdeckel und einen schwenkbaren Tragegriff. Der Deckel schließt den Behälter luftdicht ab.

Im Netz findet man den Behälter unter der Bezeichnung: „ROTHO 770294LG Waschmittelbehälter 3kg 20x21x18 cm“. Eine recht beeindruckende Seriennummer für einen Plastikbehälter, oder?

Kubisch, paktisch, g... Rothos Waschmittelbehälter als Depot für Küchenabfälle!
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In unserem Zwei-Personen-Haushalt dauert es ca. 10 Tage, bis der Behälter voll ist. Zu Beginn schütte ich stets eine etwa 2 cm starke Schicht Holzkohle auf den Boden des Behälters (siehe auch „Vorbereiten des bokashi-Eimers“).  Die Kohle befeuchte ich mit EMa, um die Fermentierung bereits im Sammelbehälter zu starten. Neu eingefüllte Küchenabfälle presse ich im Behälter fest, um die Luft zu verdrängen, und besprühe sie mit einer Wasser-EMa-Lösung (ca. 1:20 – 1:50). Die Holzkohle und EMa verhindern, dass die Abfälle zu stinken beginnen.

Wenn der Sammelbehälter voll ist, fülle ich ihn in den bokashi-Eimer um. Das beschreibe ich hier.

Der geleerte Sammelbehälter wird anschließend in der Spülmaschine mit anderem Geschirr gewaschen und ist wieder einsatzbereit.

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