EMa nach Heckel-Art

bokashi und Terra Preta brauchen als wesentliche Zutat Milchsäurebakterien. Bei der Herstellung meiner Terra Preta habe ich meine Bestände am EMa ziemlich aufgebraucht, als ich die Kompost-Kohle-Mischung geimpft habe. Es ist also Zeit, sich wieder mit EMa einzudecken.

Seit einigen Jahren „koche“ ich mein EMa selbst. Das Gärgefäß mit dem Heizstab sowie die wichtigen Zutaten habe ich bei EM-Shops im Internet gekauft. Ich wende mit Erfolg das Rezept von Marko Heckel an, das ich auf mein 5-lt.-Gärgefäß umgerechnet habe.

Zutaten für EMa nach dem Rezept von M. Heckel
Zutaten für EMa nach dem Rezept von M. Heckel

Für 5 Liter EMa nehme man:

  • 150 ml EM 1-Urlösung
Die allerwichtigste Zutat: die EM 1-Urlösung!
Die allerwichtigste Zutat: die EM 1-Urlösung!

 

  • 250 ml Zuckerrohr-Melasse
Dunkel, aromatisch, zähflüssig und SEHR klebrig: Zuckerrohr-Melasse
Dunkel, aromatisch, zähflüssig und SEHR klebrig: Zuckerrohr-Melasse

 

  • 50 ml Apfelessig/Obstessig
Damit die Gärung in die richtige - sprich: saure - Richtung geht, kommt ein Schuss Obstessig hinzu!
Damit die Gärung in die richtige – sprich: saure – Richtung geht, kommt ein Schuss Obstessig hinzu!

 

  • 10 g Meersalz/Steinsalz
Meersalz (oder Steinsalz) gibt den Mikroorganismen wertvolle Mineralien.
Meersalz (oder Steinsalz) gibt den Mikroorganismen wertvolle Mineralien.

 

  • 2 g Keramikpulver
Keramikpulver- EM-Freunde schwören darauf!
Keramikpulver – EM-Freunde schwören darauf!

Melasse ist sehr zähflüssig. Sie löst sich in kaltem Wasser nur sehr schwer auf. Mit heißem Wasser geht es VIEL einfacher. Ich löse die Melasse in einem halben Liter kochenden Wasser auf:

In heißen Wasser löst sich Melasse gut auf.
In heißen Wasser löst sich Melasse gut auf.

 

Alle Zutaten  – bis auf die EM 1-Lösung! – und drei – vier Liter kaltes Wasser werden im Gärgefäß verrührt. Erst jetzt folgt die EM 1-Lösung. Durch das kalte Wasser wird die heiße Melasse-Lösung soweit heruntergekühlt, dass die effektiven Mikroorganismen in unser EM 1-Lösung keinen Schaden nehmen. Wir wollen unsere Mikroorganismen schließlich nicht abkochen! Das Gefäß fülle ich weiter mit Wasser bis kurz unter den „Hals“ auf.

Alle Zutaten kommen ins Gefäß, das mit Wasser aufgefüllt wird.
Alle Zutaten kommen ins Gefäß, das mit Wasser aufgefüllt wird.

 

Jetzt kann der Gärprozess losgehen. Der Zapfhahn meines Gärgefäßes ist so lang, dass er nach unten über den Boden ragt. Das Gefäß kann also nicht gerade auf dem Boden stehen. Ich stelle mein Gefäß daher auf zwei Holzstücke (Dachlattenabschnitte), so dass der Boden sicher aufliegt.

Der Ablaufhahn ragt nach unten über den Boden des Gefäßes hinaus. Zwei Dachlattenstücke sorgen für einen sicheren Stand.
Der Ablaufhahn ragt nach unten über den Boden des Gefäßes hinaus. Zwei Dachlattenstücke sorgen für einen sicheren Stand.

 

Beim Gären „blubbert“ das Gemisch im Gefäß manchmal über. Ein Plastikmüllbeutel, in den ich das Gefäß stelle, verhindert, dass Flüssigkeit auf die Abstellfläche tropft.

Falls es einmal "überkocht", verhindert ein Müllbeutel Schlimmeres.
Falls es einmal „überkocht“, verhindert ein Müllbeutel Schlimmeres.

 

Der Heizstab im Gärgefäß erwärmt die Mischung auf ca. 36°C. Ein dickes Handtuch, um das Gefäß gewickelt, sorgt zum einen für die Wärmedämmung, zum anderen schützt es die empfindlichen Mikroorganismen vor Licht.

Ein Handtuch isoliert das Gefäß. Die Leimzwinge dient als große Wäscheklammer.
Ein Handtuch isoliert das Gefäß. Die Leimzwinge dient als große Wäscheklammer.

 

Wenn alles geklappt hat, zeigt nach wenigen Stunden der typische, angenehm säuerliche Geruch an, dass die Fermentierung der Melasse begonnen hat.

Ich lasse mein EMa i.d.R. 10 – 12 Tage im Gärgefäß, bevor ich es abkühlen lasse und abzapfe.

Zu den bisher erschienenen Beiträgen!