Die Wahrheit über bokashi-Tee!

Der Sickersaft aus dem bokashi-Eimer, der bokashi-Tee, ist ein wunderbarer Pflanzendünger – ohne Frage! Nur ist er nichts für sensible Näschen, denn er STINKT!

Wehe, wenn er losgelassen! bokashi-Tee hat ein "intensives Aroma"!
Wehe, wenn er losgelassen! bokashi-Tee hat ein „intensives Aroma“!

Ich will gar nicht herumreden: für mich riecht bokashi-Tee nicht nach Rosen – egal wie toll er als Pflanzendünger wirkt. Mich erinnert der Geruch leider eher an Erbrochenes. Im ersten Moment, wenn der Tee aus dem bokashi-Eimer abgelassen wird, riecht die Flüssigkeit noch relativ neutral. Doch schon wenige Augenblicke an der Luft reichen, damit der bokashi-Tee sein volles Aroma entwickelt: sauer, vergoren, faulig. Da hilft nur eines: schnell den Behälter mit dem bokashi-Tee luftdicht verschließen und dann ganz schnell verbrauchen! Ich nehme zum Auffangen des bokashi-Tees immer leere Konservengläser mit Twist-Off-Deckel (Nockendeckel). Beim Ablassen des Tees sollte man tunlichst darauf achten, nicht zu kleckern. Sonst wird man recht lange durch einen intensiven „Duft“ an dieses Malheur erinnert. Ich zapfe den Tee immer über dem Spülbecken ab. Was dort daneben geht, lässt sich schnell wegwaschen.

Wenn man den bokashi-Tee als Pflanzendünger nutzen will, muss man ihn stark verdünnen – schließlich hat er einen ph-Wert von etwa 3,5. Pur hält das keine Pflanze lange aus. Meine Daumenformel für das Verdünnen lautet: 1 Drittel Glas (wie im Bild) auf 10 l Wasser.

Wenn ich den Tee nicht als Pflanzendünger brauche (z.B. in der kalten Jahreszeit), verwende ich ihn als Bio-Rohrreiniger. Ich kippe den Tee pur in einen Waschbeckenabfluss, stöpsele den Abfluss zu [hatte ich den fiesen Geruch schon erwähnt?] und lasse die Mikroorganismen im Abfluss über Nacht ordentlich fressen. Ablagerungen in Abfluss werden so natürlich und umweltschonend entfernt.

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