Dem Buchweizen gefällt’s!

Nach längerer Pause – aber nur im Blog, NICHT im Garten! – hier wieder ein neuer Beitrag von mir: ein kleiner Zwischenbericht darüber, wie es denn im Garten grünt und blüht.

Vorausschickend muss ich anmerken, dass ich mit der Anlage meines Gartens nicht soweit gekommen bin, wie ich eigentlich vorhatte. Grund hierfür waren die Unmengen von Steinen – Kiesel, aber vor allem Beton- und Mauerbruch -, die ich mit jedem Spatenstich aus dem Boden holen musste. Diese „Altlasten“ stammen nicht von unserem Neubau, sondern wurden vermutlich vor vielen Jahren als provisorische Wegebefestigung in den Boden eingebracht, als das Gelände noch landwirtschaftlich genutzt wurde. Ich muss also den Boden für meinen Garten mühsam durchsieben und so von den Steinen befreien. Dies kostet natürlich viel Kraft und Zeit. Ich habe mich bislang Beet für Beet bis zur Hälfte meiner Gartenfläche durchgewühlt und dabei bereits zwei Kubikmeter (!) Steine und Schutt aus dem Boden gesiebt. Endlich bin auch ich STEINREICH.

Die Beete, die ich durchgesiebt habe, habe ich mit Terra Preta gedüngt und anschließend mit verschiedenen Blumen und Gründüngerpflanzen besät.

Was unglaublich schnell und üppig wuchs, waren die herrlichsten „Wild“-Kräuter, die sich ein Gärtnerherz nur wünschen kann: Melde, Hederich, Ackerschachtelhalm, Ackerwinde, Giersch. Nach den vielen Jahren, die das Grundstück unbebaut brach gelegen hat, waren natürlich riesige Mengen von Samen im Boden, die jetzt endlich keimen durften. Einige der frisch angelegten Beete habe ich nach kurzer Zeit erneut umgraben müssen, weil sie von den aus dem Boden schießenden „Wild“-Kräutern komplett in Besitz genommen waren.

Was sich aber von meinen gesäten Pflanzen durchsetzen konnte, ist groß und kräftig geworden. Ich habe ein langes Beet zwischen Garten und Rasen, das ich im Herbst mit Stauden besetzen möchte, im Frühjahr mit Buchweizen als Gründünger besät.

Laut Wikipedia wird Buchweizen unter günstigen Bedingungen bis zu 1,20 m hoch. Diese Aufnahmen stammen von Anfang August.

Buchweizen_1
Keine Hecke, sondern Buchweizen, dem es gut geht!
Buchweizen_2
Die 1,20 m laut der Wikipedia sind schon erreicht.

Heute reichten einige Pflanzen meiner Ehefrau schon über die Schulter, sind also mindestens schon 1,40 m hoch.

Auch andere Blumen, z.B. meine Ringelblumen, sind deutlich größer geworden, als ich es aus meinem alten Garten kannte. Anfangs sah es mit meinen Ringelblumen traurig aus. Auf dem Beet keimten gerade einmal neun Blümchen, die sich geradezu auf der Fläche verloren. Inzwischen sind aus den Keimlingen kleine Büsche von 80 cm Höhe mit vielen Seitenästen und zahllosen Blüten geworden. Das Beet ist komplett zugewachsen: nicht schlecht für neun Pflanzen, oder?

Dies sind nur neun Pflanzen!
Dies sind nur neun Pflanzen!
Mit Terra Preta auf 80 cm Höhe!
Mit Terra Preta auf 80 cm Höhe!

Meine Frau sagt mir immer wieder, ich solle mich nicht darüber ärgern, was ich noch nicht geschafft habe, sondern mich darüber freuen, was ich schon geschafft habe. Buchweizen und Ringelblume geben ihr Recht.

Zu den bisher erschienen Beiträgen!

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